Startseite » Magazin » Tipps » Matratzen Ratgeber – Grundwissen und Fakten

Matratzen Ratgeber – Grundwissen und Fakten

Matratzen Ratgeber
Matratzen Ratgeber

Nehmen Sie sich bitte einige Minuten Zeit und lesen diesen Ratgeber aufmerksam durch. Sie bekommen hier die grundsätzlichen Merkmale gesunden Schlafs und den dazugehörigen Materialien nähergebracht.

Grundsätzliches zu Körper & Matratze

Jeder Mensch hat einen anderen Körperaufbau, z.B. breitere Schultern, Hohlkreuz, niedriges oder hohes Körpergewicht. Deshalb ist auch nicht für jeden dieselbe Matratze geeignet. Die richtige Matratze schenkt Ihnen erholsamen Schlaf – nur welche Matratze ist für Ihren persönlichen Körperaufbau geeignet?

Folgen einer zu harten Matratze

Matratzen Ratgeber
Matratzen Ratgeber

Bei einer zu harten Schlafunterlage knickt die Wirbelsäule ab. Die Bandscheiben sind nachts belastet. Sie sollten sich mit Nährflüssigkeit vollsaugen und auseinanderdehnen, das ist aber bei einer zu harten Unterlage nicht möglich. Zu hartes Liegen ermöglicht zudem keine ausreichende Unterstützung des Rückens.

Angespannte Muskeln versuchen die verkehrte Schlaflage auszugleichen, führen aber zu Verspannungen und Rückenschmerzen. Druckpunkte durch die unelastische Liegefläche drücken das Gewebe ab und unterbrechen die Blutversorgung. Unruhiges Schlafen und eingeschlafene Gliedmaßen sind die Folgen. Druckstellen im Schulter – und Gesäßbereich fördern Schulter -, Nacken-, und Kopfschmerzen, sowie Hüftschmerzen.

Folgen einer zu weichen Matratze

Eine zu weiche Matratze hat einen ähnlichen Effekt wie eine zu harte. Die Wirbelsäule wird ebenfalls abgeknickt und der Druck im Schulterbereich durch die Verlagerung des Körperschwerpunktes erhöht. Hier treten dann ähnliche Schlafbeschwerden wie bei einer zu festen Matratze auf.

Besonders wichtig für den Körper

Die Wirbelsäule soll gerade liegen. Eine Entspannung der Rückenmuskulatur ist somit gewährleistet. Der Schulter- und Hüftbereich gibt nach, dadurch wird der Druck auf die Extremitäten verringert und eine Entlastung des Körpers ist gewährleistet. Das Körpergewebe wird optimal durchblutet und mit Nährstoffen versorgt.

Härtegrade einer Matratze

Für die Auswahl der passenden Matratzenhärte wird das Körpergewicht herangezogen.

  • Härtegrad 1 (H1): Weich, für Menschen bis 60kg Körpergewicht.
  • Härtegrad 2 (H2): Mittel, für Menschen bis 75kg Körpergewicht.
  • Härtegrad 3 (H3): Fest, für Menschen ab 80kg Körpergewicht.

Bei Matratzen wird darauf geachtet dass auch Körpergröße und der individuelle Körperbau (ausgeprägte Schulter, Becken, schmale Taille) durch optimale Punkelastizität mit einbezogen werden.

Raumgewicht von Matratzen

Das Raumgewicht ist das kg-Gewicht pro 1m³ aufgeschäumte Rohmasse. So viele Kilo wiegt ein Kubikmeter Schaumstoff vor der Weiterverarbeitung.

Faustregel: Je leichter ein Schaumstoff ist, desto mehr wurde am Materialeinsatz gespart, und desto weniger langlebig ist die Matratze.

Punktelastizität

Eines der wichtigsten Beurteilungskriterien für die Liegeeigenschaften einer Matratze. Eine punkelastische Matratze gibt überall dort nach, wo sie belastet wird. Übersetzt heißt das, dass Ihre Wirbelsäule in jeder Schlaflage gerade, bzw. orthopädisch richtig ausgerichtet ist, um so eine perfekte Versorgung der Bandscheiben mit Nährstoffen zu gewährleisten. Positionswechsel fallen somit im Schlaf leicht, denn unser Körper möchte seine Lage bis zu 80 x pro Nacht verändern – unserem Bewegungsapparat wird dadurch ein optimaler Erholungsprozess ermöglicht.

HONGi Faultiermatratze

Matratzen-Typen

Es folgt ein Überblick über die verbreitetsten Matratzen-Typen, die weltweit im Einsatz sind.

Kaltschaum-Matratzen

Was über lange Zeit in dem Ruf als Billigware mit schlechter Haltbarkeit verschrien war, hat sich durch Neuentwicklungen der letzten Jahre grundlegend zu einem Top-Produkt entwickelt. Die langjährige Leistungsfähigkeit und Qualität von Kaltschaummatratzen hängen von ihrer offenporigen und ungleichartigen Zellstruktur ab, die insbesondere für ihre Punktelastizität und dauerhafte Elastizität der Matratze verantwortlich ist. Wichtig für die langjährigen Dauergebrauchseigenschaften und orthopädischen Leistungsfähigkeit der Matratze ist das Raumgewicht in Kilogramm pro Kubikmeter.

Bei einem Raumgewicht von RG40 beginnt eine hohe Qualität von Kaltschaummatratzen. Dieses und höheres Raumgewicht erreicht die gewünschte dauerhafte orthopädische Leistungsfähigkeit, sowie die Langlebigkeit der Kaltschaummatratze. Die DIN 13014 schreibt für den Krankenhausbereich ein Raumgewicht von RG40 vor, und ebenfalls wurden die von der Stiftung Warentest mit GUT ausgezeichneten Matratzen aus dem Segment der mit RG40 und höher angegebenen Matratzen entnommen.

Die Stauchhärte in Kilopascal ist neben dem Raumgewicht für die orthopädische Funktion einer Matratze wichtig, da diese die eigentliche Festigkeit einer Matratze darstellt. Als Stauchhärte bezeichnet man die Kraft, welche benötigt wird um den Matratzenkern um 40 % zusammen zu drücken. Unterschiedliche Stauchhärten der Matratze erzeugen somit auch die unterschiedlichen Härtegrade einer Matratze.

Lassen Sie sich jedoch nicht beirren dass eine orthopädisch richtig arbeitende und langlebig ausgelegte Matratze nur an sehr hohem Raumgewicht als Indikator festgemacht werden kann. Viel wichtiger ist, dass das Zusammenspiel aus Raumgewicht, Stauchhärte und Schnitt des Matratzenkerns perfekt harmonieren um ein langes und orthopädisch richtiges Liegen zu ermöglichen.

Unsere Kaltschaummatratzen zeichnen sich aus durch einen hohen HR (High Resilient = Hoch Elastischen) Schaum-Anteil, verbunden mit einem enorm hohen, natürlichen Sojaöl-Anteil (schont die natürlichen Ressourcen), hohem Raumgewicht, perfekter Stauchhärte und speziell eingearbeiteten Profilen. Dieser hohe Anteil von natürlichen Stoffen verhindert zusätzlich Ausgasungsprozesse und macht die Matratze dadurch viel länger haltbar.

Viscoelastische Matratzen (Thermomatratzen)

Bei Viscoelastischen Matratzen reagiert der Schaum auf die Körpertemperatur, so dass sich die Matratze dem Körper konturgenau anpasst und eine hohe Schlafruhe generiert wird. Druckempfindliche Körperstellen werden hier sehr stark entlastet.

Der Anpassungsprozess der Matratze dauert, beim erstmaligen Hineinlegen und abhängig von der Raumtemperatur ca.5 Minuten. Somit führt es in jeder Lage zu einer exakten Körperanpassung wodurch die Wirbelsäule, Muskeln, Gelenke und Nerven dauerhaft entlastet werden und Druckpunkte vermieden werden. Die Durchblutung wird deutlich im Bereich der Schultern, Hüfte und Extremitäten verbessert um mehr Schlafruhe zu fördern.

Beachten Sie aber bitte auch, dass das natürliche Drehverhalten während der Nacht durch „Einsinken“ in den Matratzenkern vermindert wird. Um jedoch eine optimale Versorgung der Bandscheiben mit Nährflüssigkeiten zu gewährleisten, sollte man diese natürliche Mobilität der Wirbelsäule in der Nacht nicht verhindern. Für Rheumatiker oder druckempfindliche Menschen haben wir hier speziell kombinierte Matratzenkerne aus Kaltschaum und viscoelastischem Schaum im Angebot.

Menschen, die zu vermehrtem Schwitzen im Schlaf neigen, sollten auf andere Typen zurückgreifen.

Latexmatratzen

Dieser Matratzentyp besitzt eine sehr hohe Leistungsfähigkeit in der Körperanpassung durch Latex als Grundmaterial. Es wird nur leider zu oft auf die Natürlichkeit des Matratzenkerns hingewiesen. Moderne Latexkerne bestehen zu hohen Prozentzahlen aus synthetisch hergestelltem Latex, welcher zu Ausgasungs-prozessen aufgrund der aggressiven Zusammensetzung unseres Schweißes führen kann.

Latexmatratzen benötigen dringend einen offenen Bettkasten  um optimal belüftet zu werden weil dieser Matratzentyp ein schwächeres Klimaverhalten aufweist. Für Allergiker sind diese Matratzen sehr gut geeignet, da das Latexmaterial über gute antibakterielle Eigenschaften verfügt. Dazu müssen die Matratzen allerdings permanente Belüftung erfahren um Schimmelbildung zu verhindern.

Von entscheidender Bedeutung für die Homogenität des Latexkerns ist die Qualität des Vulkanisationsverfahrens. Beim Dunlopillo-Verfahren wird dem Kern mittels Wärme leitender Aluminiumstifte schnell Wärme entzogen, um eine hohe orthopädische Funktion und langlebige Dauergebrauchseigenschaften zu gewährleisten. Im Talalay®-Verfahren wird auf industrielle Weise im Fertigungsverfahren gekühlt um das technologisch aufwendigste Latexmaterial zu erzeugen.

Latexmatratzen bestechen durch sehr gute Anpassungsfähigkeit an Körperkonturen, sind geräuschfrei und bieten eine gute Punktelastizität. Zu beachten ist aber das Gewicht, da diese Matratzen quasi aus Gummi bestehen, sowie die Pflegebedürftigkeit (Wenden, Pflege vor Milbenbefall usw.).

EvoPore-Matratzen

EvoPore steht für die neueste Generation hochwertiger Matratzenwerkstoffe und ist wegweisend für eine neue Dimension an Liegekomfort und Dauerelastizität. Dieser Werkstoff ermöglicht ein sehr gleichmäßiges elastisches Verhalten und weist eine äußerst stabile Beständigkeit, auch bei Einwirkung durch Feuchtigkeit, Wärme und hohem Belastungsdruck auf.

Bei herkömmlichen Matratzen ändert sich während der Benutzungsphase durch Feuchtigkeit, Wärme und Belastungsdruck die Elastizität und Eindruckhärte. Somit wird nicht nur der Komfort der Matratze verringert, sondern auch die anatomisch richtig Abstützung der Wirbelsäule und Muskulatur. Sie finden diesen Werkstoff in der RüchenManufaktur SomniaDorm pro Serie EvoPore eliminiert diese negativen Eigenschaften, regelt das Bettklima und die Eindruckhärte.

Federkernmatratzen

z. B. Punktelastischer 5-Zonen Tonnentaschenfederkern mit 448 einzeln in Taschen eingenähten Federn (Basis 100/200 cm). Rundum Comfortschaum mit extra hoher, breiter und stabiler Kaltschaumummantelung RG40. Rohling mit Trikotbezug ummantelt.

Weitere wichtige Faktoren

Betteinsätze:
Die wichtige Symbiose zwischen Matratze und Betteinsatz garantiert Ihnen so perfektes Liegeverhalten. Ob nun 28 in Kautschuk gelagerte Leisten, oder 288 einzeln nachgebende Teller, wir haben die richtige Lösung für Sie.

Bettdecken:
Eine gut ausgewählte Bettdecke unterstützt Ihren erholsamen Schlaf enorm. Wenn wir Ihnen ein Schlafsystem empfehlen, achten wir penibel darauf dass die Klimaeigenschaften auch zum Rest der angebotenen Artikel passen.

Es nutzt nichts wenn wir Ihnen zu einer viscoelastischen Matratze eine Daunendecke empfehlen und Sie jede Nacht sehr stark schwitzen. Die Materialvielfalt von Bettdecken geht von Naturmaterialien wie Wolle, Kamelhaar und Federn aller Art bis hin zu hochwertigen Kunstmaterialien, welche in Bezug auf Klimaeigenschaften, Pflege und hygienischen Aspekten nahezu unschlagbar sind.

Wir empfehlen Ihnen hier auf hochwertige Naturobermaterialien wie Baumwolle und Satin mit einer aktiven Klimahohlfaser zurück zu greifen. Diese Materialien sind sehr hautfreundlich und leistungsstark in ihren Klimaeigenschaften und dem Feuchtigkeitstransport.

Kissen

Beim Kissen sollte man heutzutage das orthopädische Maß von 80 x 40 cm wählen. Ist Ihnen schon mal aufgefallen dass ein 80 x80 cm Kissen in der Nacht immer geknuddelt, gedreht und bewegt wird um den Angleich zwischen Halswirbelsäule und Einsinkzone der Schulter zu gewährleisten?

Das verhindert ein Kissen der Größe 80 x 40 cm, weil dieses ist, was es sein sollte: Ein Kopfkissen. Wählen Sie bitte auch hier Materialien die gute Klima- und Hygieneeigenschaften besitzen, denn man schwitzt oft sehr im Halsbereich da dort eine Klimaleitzone besteht, die meist nicht bedeckt ist. Perfekt ist natürlich auch ein Kissen welches höhenverstellbar ist, um die Halswirbelsäule optimal an die Einsinktiefe der Matratze anzugleichen.

 

Klimaeigenschaften

Matratzen und Bettwaren bieten Ihnen durch perfektes Klimaverhalten aus hoher Luftdurchlässigkeit, optimalem Feuchtigkeitsaustausch und leistungsstarke Wärmeableitung ein gesundes, ruhiges und angenehmes Schlafklima.

Schlafhygiene

Alle Produkte sollten bei 60° C waschbar sein, damit sie bestens für Allergiker geeignet sind. Einige Produkte sind sogar mit Silberfäden durchwebt, was den hygienischen Aspekt enorm unterstützt. Silber ist eines der ältesten Breitband-Antibiotika, welches die Menschheit kennt. Es verhindert den Stoffwechsel von Mikroorganismen, Bakterien und Milbenarten, so dass Sie auch hier immer „allein“ in Ihrem Bett schlafen können.

Matratzen Ratgeber – Grundwissen und Fakten
4 (80%) 2 votes

Lesen Sie auch:

Pupsen im Schlaf vermeiden

Inhaltsverzeichnis1 Was sind Blähungen? 2 Warum kommt es im Schlaf zu Blähungen? 3 Übermäßige Blähungen …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.