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Lattenrost

Matratzen und Lattenroste können laut Stiftung Warentest oft nicht halten, was sie versprechen

Matratzen, aber ebenso Lattenroste hat Stiftung Warentest jetzt mal wieder genau unter die Lupe genommen. Das Resultat war eher gemischter Natur, denn die Tests zeigten, dass teure Matratzen keineswegs automatisch besser sind, als die günstigeren Modelle. Zumal die Beratungsgespräche beim Kauf meist völligen Unsinn erzählen. Im gleichen Zuge kam außerdem heraus, dass vor allem die Lattenroste enttäuschende Ergebnisse zum Besten gaben.

Insgesamt untersuchte Stiftung Warentest 14 Kaltschaum-Matratzen. Lediglich das Modell Swissflex „Versa 20“ schnitt hier gut ab und dies verdankte die Schlafunterlage allein ihren rundum guten Liegeeigenschaften. Wobei diese gute Matratze aber auch nicht ganz billig ist, denn 860 Euro müssen Verbraucher hier hinblättern, um in den Genuss dieses Produkts zu kommen. Die Note „befriedigend“ hingegen erhielten gleich zehn der getesteten Modelle, während zwei Matratzen im Test lediglich „ausreichend“ waren.

Laut Experten gibt es die Matratze für alle nicht

Allerdings muss hier gesagt werden, dass lediglich die individuellen Maße bei Matratzen eine Bedeutung haben. Demnach ist auch der aktuelle Testsieger nicht die richtige Schlafunterlage für einen jeden Nutzer. So stützt das Modell „Swissflex“ zwar leichte Schläfer gut ab, aber bei Nutzern mit einem höheren Körpergewicht, die gerne auf dem Rücken nächtigen, schafft dies, diese Matratze nur bedingt.

Aus diesem Grund betont die Expertin Claudia Wieland, dass es eine perfekte Matratze für einen jeden Nutzer nicht gibt. Es ist demnach nicht empfehlenswert in den Handel zu gehen, um dort eine ganz bestimmte Schlafunterlage zu erwerben. Auch Tests sollten lediglich der Orientierung dienen, denn eine Matratze ist erst gut, wenn diese tatsächlich zum jeweiligen Schläfer passt.

Zudem empfehlen die Warentester auch gerne den Kunden Modelle, die bereits bei vorherigen Tests gut abgeschnitten haben. Zu diesen zählt, beispielweise, die Matratze „Bodyguard H3“ von Bett1.de oder auch die Aldi Matratze „Novitesse Taschenfederkernmatratze“. Nach Angaben der Experten muss eine gute Schlafunterlage heute kein Vermögen mehr kosten. Gute Matratzen erhalten Kunden bereits ab 199 Euro.

Alle getesteten Lattenroste erhielten lediglich die Note „ausreichend“

Im gleichen Zuge testete Stiftung Warentest insgesamt zehn Lattenroste, welche sich im Test mit einer starren Spannplatte messen mussten. Auf dieser wurden die Liegeeigenschaften der Matratzen genau geprüft. Schneidet ein Lattenrost demnach besser ab, als die einfache Spannplatte erhält der Rost die Note „befriedigend“. Dies schaffte im Test allerdings nicht ein Produkt. Sämtliche Modelle mussten sich mit der Note „ausreichend“ zufrieden geben.

So kann Stiftung Warentest in diesem Fall nicht ein Lattenrost weiterempfehlen. Ein erschreckendes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass so mancher Kunde für ein solches Produkt satte 1000 Euro ausgibt, wie zum Beispiel, beim Modell „Lattoflex 330“. Vergleicht man, das sündhaft teure Lattenrost mit der Billig-Variante „Luröy“ von Ikea ist es ratsamer ein Lattenrost beim schwedischen Möbelriesen zu kaufen, denn dieses erhielt zwar ebenfalls nur die Note „ausreichend“ kostet aber auch nur 12 Euro.

Unsinnige Beratungsgespräche sind heute Gang und Gebe

Stiftung Warentest nahm aber nicht nur einzelne Produkte unter die Lupe, sondern analysierte ebenfalls einige Verkaufsgespräche der Händler. Auch hier zeigten sich ernüchternde Ergebnisse, denn viele Hersteller, wie Händler von Lattenrosten und Matratzen erzählen ihren Kunden schlichtweg totalen Unsinn.

So behaupten Händler immer wieder gerne, dass Lattenroste bereits nach einem Jahrzehnt durchgelegen seien, so dass hier dringend eine Neuanschaffung nötig sei. Blanker Unsinn sagt Stiftung Warentest, denn gerade die Haltbarkeit der Roste schnitt bei den Tests meist immer gut ab. Viele Lattenroste halten demnach sogar Jahrzehnte.

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