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Mit gutem Schlaf gegen Alzheimer

Guter Schlaf ist nichts anderes, als Urlaub fürs Gehirn. Dies befürwortete jetzt auch der Schlafforscher Dr. Christian Benedict. Der Experte sieht einen klaren Zusammenhang zwischen chronisch, schlechtem Schlaf und dem Risiko an Demenz zu erkranken.

Nach Aussagen des Schlafforschers gibt es inzwischen Studien, die belegen, dass Personen, die an chronischen Schlafstörungen leiden ein erhöhtes Risiko besitzen in der Zukunft eine Demenz zu entwickeln. So sind Menschen, die mit chronischen schlechtem Schlaf zu kämpfen haben, verstärkt gefährdet im Alter an Alzheimer zu leiden, als Menschen, die gut schlafen. Bei Alzheimer handelt es sich um die häufigste Form von Demenz. Laut Benedict steigt das Risiko hier um satte 50%.

Das macht unser Gehirn, wenn wir schlafen

Während der Mensch schläft, werden sogenannte Amyloide aus dem Gehirn gespült. Hierbei handelt es sich um Stoffwechselprodukte, die hauptsächlich während des Wachzustandes im Hirn gebildet werden und bei der Entstehung der Alzheimer Erkrankung nachweislich eine bedeutende Rolle spielen. Kommt es zu einer schlechten bzw. gestörten Schlafhygiene, welche längere Zeit bestehen bleibt, kann dies Alzheimer begünstigen.

Benedict sieht aber noch ein weiteres Problem in der Forschung. Genauer gesagt, im kausalen Zusammenhang. So kann es schließlich auch sein, dass es sich bei dem chronisch schlechten Schlaf bereits, um einen Vorboten von Demenz handelt. Vielleicht sind Schlafstörungen in diesem Fall Frühsymptome, die lediglich darauf hinweisen, dass es alsbald zur Krankheit des Vergessens kommen könnte.

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Schon früh können sich „Alzheimerpeptide“ ablagern

Schon in jungen Jahren, ab ungefähr 30 Jahre, können sich die sogenannten „Alzheimerpeptide“ im menschlichen Gehirn ablagern. Diese äußern sich aber nicht durch irgendwelche Symptome und bleiben demnach erst einmal unentdeckt. Genau diese negativen Veränderungen könnten aber durchaus dafür verantwortlich sein, dass der Mensch schlecht in der Nach schläft.

In der Vergangenheit haben diverse Tierversuche bereits gezeigt, dass die Zufuhr von „Amyoliden“ dazu führen kann, dass es zu einem schlechteren Schlaf kommen kann. So sind die „Amyoloide“ schon sehr früh im Hirn nachweisbar, also noch bevor erste Symptome für eine Demenz sprechen. Dies könnte unter Umständen belegen, dass Menschen, die schlecht schlafen zu den Risikopatienten von Alzheimer gehören.

Anderseits ist es aber häufig normal, dass Menschen, die an Arthrose oder Rheuma leiden, oftmals schlecht schlafen. Gleiches gilt für Senioren, auch diese nächtigen häufig in der Nacht eher schlechter. Somit muss eine schlechte Schlafhygiene nicht zwingend ein Vorbote für Demenz-Erkrankungen sein. Es ist lediglich möglich.

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Auch Schlaf-Forscher nehmen sich der Thematik an

Viele spannende Fragen wird sich der Schlafforscher Christian Benedict demnach in Zukunft noch stellen müssen. Bremst eine verbesserte Qualität des Schlafes vielleicht sogar die Alzheimer Entwicklung? Können die Abfallprodukte, die sich im Hirn ansammeln unter Umständen auch während eines Mittagsschläfchens beseitigt werden? Oder funktioniert das tatsächlich nur während der Nacht?

Fragen über Fragen und die Antworten sind bisher eher Vermutung, als Feststellung. Geht es um die Erkrankung Alzheimer, ist die Forschung noch lange nicht am Ende, denn zu viel ist bei dieser Krankheit des Vergessens noch unklar. In vielen Bereichen tappen die Experten noch im Dunkeln, so dass es noch einiges zu tun gibt. Alzheimer bzw. Demenz ist nach wie vor eine Krankheit, die viele Rätsel aufgibt.

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