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Nackt schlafen

In heißen Sommernächten mag es für den ein oder anderen verlockend sein, nackt zu schlafen, doch nur die wenigsten tun es regelmäßig. In unseren Breiten ist das Nacktschlafen nicht sehr verbreitet, denn laut aktueller Umfragen schlafen nur rund 13 % aller Deutschen ganz ohne Bekleidung. Stattdessen bevorzugen die meisten einen Pyjama. Doch Nacktschlafen ist nicht nur im Sommer eine angenehme und sogar gesunde Art zu schlafen.

Pyjama und Co – eine Erfindung der Neuzeit

Auch wenn bei uns nur eine Minderheit zu den bekennenden Nacktschläfern gehört, war es in früheren Zeiten durchaus üblich nackt ins Bett zu gehen.  Bis ins späte Mittelalter war es auch bei uns völlig normal nackt zu schlafen. Erst um 1500 wurde in Italien das Nachthemd erfunden, welches sich dann im 16. Jahrhundert bei uns als Unisex-Schlafgewand  durchsetzte.

Im 17. Jahrhundert wurde es Mode, dass Herren unter dem Nachthemd eine lange Unterhose trugen  und der Schlafanzug oder Pyjama war geboren. Das Nacktschlafen hat jedoch einige positive Effekte, die es durchaus lohnenswert machen auf die modischen Aspekte von Nachtwäsche beim Schlaf zu verzichten.

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Hüllenlos schlafen heißt besser schlafen

Während des Schlafs kühlt der Körper auf natürliche Art ab. Die Körpertemperatur sinkt im Schlaf und ist gegen vier Uhr in der Nacht am niedrigsten. Ein Nachthemd oder Pyjama wärmt den Körper und kann so die natürliche Wärmeregulation stören. Infolge kann es zu einem unruhigen Schlaf und einem gestörten Schlafrhythmus kommen. Der Verzicht auf Textilien beim Schlafen fördert indes den natürlichen Schlafrhythmus und führt zu einem tieferen und erholsameren Schlaf.

Nacktschlafen ist gut für die Figur

Ein gesunder Schlafrhythmus und ein erholsamer Schlaf sind wichtig für die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit. Doch auch die Figur kann davon profitieren. Ein gestörter Schlafrhythmus führt zu einer vermehrten Produktion von Stresshormonen, während ein gesunder Schlaf die Stresshormonproduktion reduziert. Zu viele Stresshormone fördern den Appetit und regen wahre Heißhungerattacken an.

Wer nackt schläft, fördert damit einen gesunden Schlaf und verhindert damit die übermäßige Produktion von Stresshormonen. Heißhunger kann so vermieden werden und eine gesunde Ernährung fällt leichter, denn auch die Psyche profitiert vom Nacktschlafen und wir fühlen uns glücklicher und entspannter.

Textillos schlafen – die Haut kann wieder atmen

Das größte Organ des menschlichen Körpers ist die Haut. Sie schützt den Organismus vor schädlichen Umwelteinflüssen, ist ein wichtiger Regulator der Körpertemperatur, dient der Sinneswahrnehmung und Immunabwehr und ist wichtig zur Produktion von Vitamin D. Eine gesunde Haut ist also nicht nur schön, sondern dient auch der Gesundheit.

Doch der Großteil unserer Haut wird Tag für Tag von Kleidung bedeckt und so in seinen Funktionen gestört. Viele Hauterkrankungen lassen sich darauf zurückführen, dass die Haut nicht frei atmen kann. Nacktschlafen fördert daher die Gesundheit und Schönheit unserer Haut und wirkt sich gesund auf den gesamten Organismus aus.

Nacktschlafen steigert die Libido und verbessert das Sexleben

Eine englische Umfrage unter mehr als 1000 Paaren hat eindeutig gezeigt, dass die Beziehungen von Nacktschläfern glücklicher sind. Nacktschlafen gemeinsam mit dem Partner fördert nachweislich die Produktion von Oxytocin. Das sogenannte „Kuschel- oder Bindungshormon“ fördert die Bindung und stärkt das Vertrauen.

Die Bindung zum Partner wird gestärkt und das sexuelle Verlangen gesteigert. Das Hormon Oxytocin wirkt sich darüber hinaus positiv auf das allgemeine Wohlbefinden und den Gemütszustand aus, denn es verringert das Stresslevel und macht mental ausgeglichener und glücklicher.

Auch für den Intimbereich von Männern und Frauen ist das Nacktschlafen gesund. Die weiblichen Geschlechtsorgane bieten eine perfekte Umgebung für Bakterien und Pilze, wenn die Körpertemperatur zu hoch ist. Beim Schlafen im Pyjama kann der Intimbereich schnell zu warm werden, während das Nacktschlafen die natürliche Regulation der Körpertemperatur fördert. Bei Männern sorgt es dafür, dass die Hoden kühl bleiben. So erhöht sich die Spermienanzahl, während eine erhöhte Körpertemperatur für das Absterben der Spermien sorgt.

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