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Naturlatex: Überblick, Vergleich & Ratgeber

Naturlatex besitzt vielfältige Eigenschaften, die ihn zu einem idealen Werkstoff zur Herstellung von Matratzen macht. Naturlatex sorgt für einen gesunden Schlaf und ist dabei ein umweltschonendes und natürliches Material.

Latex – synthetische oder natürliche Herstellung

Mit dem Begriff Latex wird umgangssprachlich häufig Gummi bezeichnet. Grundsätzlich handelt es sich dabei um eine Polymerdispersion, die aus Kautschuk in einem technischen Aufschäumverfahren hergestellt wird. Kautschuk kann jedoch auf natürliche oder synthetische Art gewonnen werden.

Die Herstellung von Latex erfolgt bei der Verwendung von natürlichem und synthetischem Kautschuk durch Aufschäumung in Stahlformen. Dabei werden dem Kautschuk Schwefel, Seifenlösung, verschiedene Alterungsschutzmittel sowie unterschiedliche Füllstoffe hinzugefügt.

Synthetisch hergestellter Latex besteht aus verschiedenen chemischen Substanzen auf Rohölbasis und ist damit ein Kunststoff. Naturlatex ist hingegen ein völlig natürliches Produkt. Der Kautschuk wird aus dem Milchsaft des Kautschukbaumes gewonnen. Der Kautschukbaum stammt ursprünglich aus Brasilien. Doch heute wird Naturkautschuk hauptsächlich in Südostasien gewonnen.

Naturkautschuk oder doch besser synthetischer Kautschuk

Weltweit wird der Kautschukbedarf zu etwa 60 % aus synthetischem Kautschuk und nur zu rund 40 % aus natürlichem Kautschuk gedeckt. Dennoch hat Naturkautschuk im Vergleich zum synthetisch hergestellten Kautschuk viele Vorteile, die sich insbesondere bei seiner Verwendung zur Herstellung von Matratzen deutlich zeigen. Naturkautschuk besteht zu 100 % aus organischen Substanzen.

Der größte Teil des ökologisch gewonnenen Kautschuks wird in Plantagen gewonnen. Dazu wird die Rinde der Kautschukbäume angeritzt und der austretende Milchsaft, auch als Latex bezeichnet, in Behältern aufgefangen. Die Latex-Ernte kann also als ein Einsammeln des begehrten Baumsaftes bezeichnet werden und erfolgt bis heute in Handarbeit. Naturlatex ist daher nicht nur ein nachwachsender und völlig natürlicher Rohstoff, sondern zeichnet sich auch durch seine schonende, rein ökologische Gewinnung aus.

Naturlatex ist als natürliches Produkt völlig schadstofffrei. Lösungsmittel, FCKW oder die krebserregenden chemischen Weichmacher sind daher garantiert nicht in einer Matratze aus Naturlatex enthalten.

Auch  in Bezug auf den Energieaufwand zur Herstellung und für den Transport des Kautschuks schneidet Naturlatex wesentlich besser ab, als synthetisch hergestellter Kautschuk. So wird zur Herstellung und zum Transport des natürlichen Rohstoffes nur etwa 10 % der Energie benötigt, die die Herstellung synthetischen Kautschuks erfordert.

Insbesondere bei der Herstellung von Matratzen mit Latexkern zeigt der natürliche Kautschuk einen weiteren und wesentlichen Vorteil gegenüber der synthetisch hergestellten Variante. Naturlatex bietet einen wesentlich höheren Liegekomfort, denn er verfügt über eine höhere Punktelastizität und passt sich daher dem Körper viel besser an.

Der Rohstoff Naturkautschuk

Der Baumsaft des Kautschukbaumes fließt, ähnlich wie Harz, bei einer Verletzung der Rinde automatisch aus der Wunde. Unter dem Einfluss der Luft verhärtet sich der Milchsaft und verschließt die Wunde an der Rinde. So schützt sich der Kautschukbaum auf natürliche Art und Weise vor dem Eindringen von Bakterien oder Schimmel.

Für den Kautschukbau ist Naturlatex also eine Art natürlicher Wundverband. Bereits 1839 wurden diese herausragenden Eigenschaften des Milchsaftes des Kautschukbaumes entdeckt und durch die Erhitzung des Latex unter der Zugabe von Schwefel zu einem überaus vielseitig verwendbaren Produkt entwickelt – dem Gummi.

Natürliches Gummi entsteht demnach durch Vulkanisierung und bleibt bei Temperaturen von 0 bis zu 100 Grad Celsius absolut stabil und haltbar. Dank dieser Eigenschaften wurde Gummi schnell zu einem Industrieprodukt, das zur Herstellung vielerlei Produkte vom Autoreifen, über Kaugummis bis hin zu Kondomen genutzt wird.

Die Herstellung von Naturlatexkernen

Die Latexmilch wird heutzutage überwiegend in asiatischen Ländern wie Sri Lanka oder Singapur gewonnen. Doch auch im Ursprungsland des Kautschukbaumes Brasilien und Zentralafrika gibt es zahlreiche Kautschuk-Plantagen. Dort wird die Latexmilch ökologisch schonend gewonnen.

Dazu wird die Rinde der bis zu 20 m hohen Bäume bogenförmig angeschnitten und der austretende Saft in kleinen Gefäßen aufgefangen. Die Milch wird in flüssiger Form in Containern nach Europa gebracht. Erst hier wird sie zu Latexkernen aufgeschäumt.

Dazu werden die festen Bestandteile des flüssigen Kautschuksaftes vom Wasser getrennt und anschließend mit vulkanisierenden Stoffen wie Schwefel, Antioxidanten oder Zinkoxid vermischt. Dabei dürfen vulkanisierende Stoffe maximal zu 5 % zugefügt werden. Das Geschmisch wird zunächst zu einem feinporigen Schaum geschlagen, um noch als flüssige Masse anschließend in eine Metallform gefüllt zu werden.

In der Form wird der Naturlatexkern dann bei Temperaturen um 100 Grad Celsius vulkanisiert und dabei leicht geschleudert. Nach rund 1,5 Stunden kann der inzwischen feste Latexkern aus der Form genommen und gewaschen werden und ist damit fertig zur weiteren Verwendung bei der Produktion von Matratzen mit Naturlatexkern.

Stiftlatex – für optimalen Liegekomfort und beste Matratzenqualität

Eine besonders komfortable Form der Naturlatexkerne ist der Stiftlatex. Zur Herstellung von Kernen aus Stiftlatex befinden sich im Deckel und in der Wanne der Metallformen mehrere Metallstifte. Diese führen dazu, dass der Latexkern später an allen Seiten kleine Hohlräume aufweist. Diese verlaufen zumeist vertikal und auch horizontal, sodass sie für eine optimale Belüftung, zu einer perfekten Wärmeisolation und einem hervorragenden Transport der Feuchtigkeit sorgen.

Darüber hinaus sorgen die Hohlräume für eine höhere Punkteelastizität der Matratze. Das führt zu einem besseren Liegekomfort, denn die Matratze passt sich so optimal an den Körper an. Eine Matratze mit einem Kern aus Stiftlatex ist daher aus orthopädischer Sicht die beste Wahl.

Matratzen aus Naturlatex – nachhaltig und gesundheitsfördernd

Matratzen aus Naturlatex sind in jeder Hinsicht eine optimale Wahl. Naturkautschuk ist das wohl nachhaltigste Material zur Herstellung von Matratzen. Die Latexmilch kann ohne jegliche Vorbehandlung zur Herstellung von Latexkernen verwendet werden.

Durch die Produktion in den speziellen Metallformen müssen die Matratzenkerne nicht zugeschnitten werden. Es entsteht daher kein Verschnitt. Dazu tragen die Kautschukbäume auf natürliche Art zur Co2-Produktion bei. Dazu bietet ein Matratzenkern aus Naturlatex den perfekten Liegekomfort und sorgt für einen gesunden Schlaf.

Naturlatex – nicht immer ausschließlich natürlich

Ein Matratzenkern aus zu 100 % natürlichem Kautschuk  ist garantiert frei von gesundheitsschädlichen Stoffen. Dies gilt jedoch nur, sofern kein synthetischer Kautschuk beigemischt ist. Der Begriff „Naturlatex“ ist rechtlich leider nicht geschützt oder genormt, sodass der Naturlatexanteil bei eine „Naturlatex-Matratze“ nicht immer bei 100 % liegt.

Selbst Matratzen mit einem Anteil an Naturkautschuk von 10 bis 30 % werden mitunter als „Naturlatex-Matratzen“ angeboten, wobei der restliche Latexanteil aus synthetischem Kautschuk besteht.

Absolute Sicherheit bietet einzig das Gütesiegel QUL. Das QUL („Qualitätsverband umweltverträgliche Latexmatratzen e.V.“) wird nur für Matratzen vergeben, die tatsächlich einen 100 %-igen Naturlatexanteil  aufweisen.

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